Etwa 150 m nördlich der Strotzbüscher Mühle liegt im Ueßbachtal eine Mineralquelle, deren Wasser mit einer Temperatur von 19,2 Grad Celsius zu den warmen Quellwässern der Mineralwasserprovinz Westeifel-Moseltal gehört.
Die Enstehung der Eifeler Mineralquellen läßt sich auf die vulkanischen Tätigkeiten der Quartär-Zeit zurückführen, von denen vulkanische Gesteine in der Umgebung von Strotzbüsch zeugen. Diese Gesteine liegen etwa 1 km nordwestlich der Mineralquelle auf gefalteten Gesteinsschichtenfolgen der Unterdevon-Zeit, die hier aus Sandstein, sandigen Tonschiefern das Grundgebirge aufbauen.
Über die Geschichte der Mineralquelle von Strotzbüsch, ihre Nutzung und Entdeckung, ist wenig bekannt. Aus einem geologischen Gutachten geht nur hervor, dass die Mineralquelle 1938 etwa 3-4 m unter dem Wasserspiegel der Ueß mit einer Stahlglocke gefasst wurde. Über ein Steigrohr gelangte das Mineralwasser zur Erdoberfläche. Die Schüttung der Quelle betrug etwa 42 Liter pro Minute. Als das Stahlsteigrohr später abbrach, ersetzte man es durch ein Kunststoffrohr. 1969 entschloß man sich, die Quelle durch eine Bohrung von 6,20m Tiefe neu zu fassen.
In dem relativ warmen Quellwasser der Mineralquelle von Strotzbüsch sind 4030 mg Mineralstoffe pro Liter gelöst. Mit 614 mg/l gelöstem CO2 kann es als Säuerling eingestuft, nach seiner Zusammensetzung als Natrium-Hydrogenkarbonat-Chlorid-Wasser bezeichnet werden. Es unterscheidet sich damit eindeutig von dem nahegelegenen, 32 Grad Celsius warmen Wasser der Bad Bertricher Heilquellen, bei denen es sich um Natrium-Hydrogenkarbonat-Sulfat-Wasser (Thermalwasser) handelt mit nur 2300 mg gelösten Mineralstoffen pro Liter.